Im Norden ist das Land gebirgig (der Kebnekaise ist 2.123 m hoch), im Süden
vorwiegend eben. Die größten Flüsse sind Dalälv, Angermanälv und Klarälv. Ferner
gibt es zahlreiche Wasserfälle und Seen. Schweden ist sehr wasserreich.
In der Eiszeit war ganz Schweden mit einer bis zu 3.000 m mächtigen
Inlandeisdecke überzogen. Dadurch ist weithin die alte Verwitterungsdecke abgetragen
und eine ganz unterschiedliche, im allgemeinen wenig fruchtbare Moränenschicht
abgelagert worden.
Die Schmelzwasserstauseen und die von der Ostsee und ihren Vorläufern
überfluteten Küstenbereiche einschließlich der mittelschwedischen Senke zwischen Stockholm und Göteborg bieten die am ehesten ackerbaren Böden. 54% des Landes sind bewaldet.
Das „Fjell“ – die weiten baumlosen Hochflächen – und die angrenzenden Wälder,
deren forstwirtschaftliche Nutzung nicht lohnt, sind der Lebensraum des Rentiers und
mit ihm der Lappen. An den Birkenwald schließt der Nadelwald als nordwestlicher Ausläufer der
nordrussischen Taiga an, zunächst mit Kiefer, nach Süden zunehmend auch mit Fichte und Tanne, und schließt dann etwa in Schonen an den
mitteleuropäischen Buchenwald an. Die mittelschwedische Senke mit den größten Seen
des Landes (Väner-, Vätter- und Hyälmarsee) wurde schon früh für den Ackerbau
gerodet.