Massive Granitbauten, Rundkirchen und (auf Gotland) Hallenkirchen nach
westfälischem Vorbild sowie einfache gotische Kirchen (z. B. der Dom in
Linköping).
In der Renaissance wurden viele Schlossbauten (z. B. Gripsholm und Kalmar) von
Deutschen und Niederländern errichtet. Nach dem 30jährigen Krieg vollzog sich die
Ausbildung eines strengen Barock durch deutsche und französische Architekten
(Drottningholm, Stockholmer Schloss). Im 19. Jahrhundert war die Entwicklung in der
Architektur ähnlich wie in anderen europäischen Ländern.
Die Maler an der Wende zum 20. Jahrhundert studierten meist in Deutschland und
Paris, behielten aber ihre nationale Eigenart bei; der bekannteste Vertreter ist A.
Zorn. In der Architektur gab es eine Anknüpfung an natürliche Überlieferung, später
Übergang zum funktionalistischen Bauen; nach 1945 mit sozialer Komponente. In der
Gegenwart zeichnet sich Schweden durch bedeutendes Kunsthandwerk aus. Eines der größten Werke ist das Fresko von
Lennart Segerstrale in der Kirche von Rovaniemi in Schwedisch Lappland (1950).