Die Atlantikküste besteht aus unzähligen schmalen und tiefen Fjorden, die
Meerwasser bis weit ins Landesinnere bringen.
Das Kaledonische Gebirge steigt im Süden aus dem Skagerrak rasch auf über 1.000
m an und kulminiert bei über 2.400 m in den Gipfeln der Berge Galdhopiggen und
Glittertind. Auch nahe der Eismeerküste sind Gipfelhöhen über 1.500 m häufig, so
dass sehr große Teile des Landes oberhalb der Baumgrenze liegen und
landwirtschaftlich nicht genutzt werden können.
Die Schäreninseln, die die Westküste gegen das Europäische Nordmeer säumen und
von einem schmalen, niedrigen Festlandstreifen begleitet werden, sind daher der
bevorzugte Siedlungsraum, der die Norweger als Fischer und Seeleute seit je in hohem
Maße auf das Leben vom und mit dem Meer orientiert. Zahllose, bis über 180 km ins
Land eingreifende Fjorde schließen dieses von See her auf und bieten viele Hafenmöglichkeiten.
Ungefähr 150.000 Inseln umgeben das Land; die wohl bekannteste und bei
Besuchern beliebteste Inselgruppe sind die Lofoten im Nordwesten. Im Landesinneren gestalten hohe Wasserfälle und fischreiche
Flüsse die Oberflächenstruktur.