Das so genannte „Grüne Land“ ist autonomes dänisches Nebenland im
Nordpolargebiet und mit einer Fläche von über 2 Millionen Quadratkilometern die
größte Insel der Erde, nordöstlich von Kanada gelegen.
Die Grönländer sind ein mit Europäern gemischtes Eskimovolk. Grönland ist bis
auf einen Küstenstreifen von einer Eiskappe (derzeit bis 3.000 m) bedeckt. Gletscher
und Eisberge kennzeichnen die Landschaft. Die geringe Bevölkerung von nur etwa
55.000 Menschen lebt an der Küste. Die Hauptorte sind Godthab und Ivigtut.
Die Küste ist von Fjorden zerrissen. Das Klima ist arktisch. Pflanzen- und Tierwelt gibt es nur auf den
Küstenstreifen, besonders im Süden, wo Birken, Erlen, Polarweiden, Rentiere,
Polarwölfe, Moschusochsen, Lemminge, Füchse und Hasen auftreten. An den Küsten kann
man Wale und Robben beobachten.
Wirtschaftlich bedeutend ist die Fischerei, die Schafzucht und der Tourismus,
vor allem durch Expeditions- und Kreuzfahrten.
Als Verkehrsmittel werden je nach Jahreszeit hauptsächlich Hubschrauber,
Schiffe, Kajak und Hundeschlitten eingesetzt, wobei letztere von den Schneemobilen
fast verdrängt wurden.
Grönland wurde vom Pauschaltourismus noch nicht erfasst und zeigt sich als
Paradies für Individualreisende, die sich für unberührte Natur interessieren. Die
arktische Insel ist ein unvergleichliches Erlebnis für Wanderer und Angler, zum
Bergsteigen und Kajak fahren. Durch das Klima und die dünne Besiedlung bedingt,
sollte man Grönland als „Neuling“ nicht unbedingt auf eigene Faust entdecken wollen.
Es empfiehlt sich die Teilnahme an einer Reisegruppe. Die meisten Reisen nach
Grönland werden derzeit von Veranstaltern von Studien-, Erlebnis- und Kulturreisen
angeboten. Ferner gibt es zahlreiche Expeditionsreisen nach Grönland.