Als Fundament der finnischen Literatur gilt das von Elias Lönnrot
zusammengestellte und 1835 veröffentlichte Nationalepos „Kalevala“. Von
stärkster Bedeutung für die werdende finnische Nation war der (auf Schwedisch
schreibende) Johan Ludvig Runeberg („Die Erzählungen des Fähnrich Stål“).
Der Roman „Die sieben Brüder“ von Aleksis Kivi gilt seit dem 19. Jahrhundert
als Weltliteratur. Der 1954 veröffentlichte Antikriegsroman „Kreuze in Karelien“ von
Väinö Linna ist neben der Bibel das bisher meistverkaufte Buch in Finnland.
1939 erhielt Frans Eemil Sillanpää für die tiefe Auffassung und die erlesene
Stilkunst, mit der er das Bauernleben und die Natur seines Heimatlandes in ihrem
gegenseitigen Zusammenhang schildert, den Nobelpreis für Literatur. Einer von den
bedeutenden lebenden Schriftsteller ist Arto Paasilinna.
In jüngerer Zeit ist Kari Hotakainen, der seit vielen Jahren Gedichte und
Prosa schreibt, über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden. Das breite Publikum
nahm von ihm erstmals Notiz, als 1997 sein Roman „Der Klassiker“ erschien, der bald
darauf verfilmt wurde. Im Jahr 2002 wurde Hotakainen mit dem Finlandia-Preis für
seinen Roman „Juoksuhautatie“ (Schützengrabenweg) ausgezeichnet.