Auch die Steuerlisten, in denen das Einkommen jedes Einwohners eingetragen ist,
liegen für jedermann einsehbar im Rathaus aus. In der Aufgeschlossenheit der
dänischen Bevölkerung Dänemarks gibt es aber regionale Unterschiede. So sind die Jütländer generell etwas
zurückhaltender als die Kopenhagener.
Wer Ungeduld an den Tag legt, wird es in Dänemark nicht weit bringen. Man hat
die Ruhe des Nordens und nicht die Quirligkeit des Südens. Hier bestimmen die Dänen
das Tempo und nicht die Touristen.
Überall in den Ferienhausgebieten sehen die Urlauber die rote dänische Fahne
von den Fahnenmasten wehen. Man sollte aber eines unbedingt unterlassen: Die Flagge
eines anderen Landes, z. B. die deutsche, hissen. Nach einem Gesetz von 1914 ist das
Flaggen fremder Nationalfahnen verboten!
Im Gegensatz zu anderen Ländern mit Privatstränden, Kurgebühren sowie Ver- und
Gebotstafeln ist der Strand in Dänemark für jeden frei zugänglich. Auch ein Ferienhaus im Dünengebiet oder in direkter Strandlage berechtigt daher nicht, irgendwelche
Absperrungen vorzunehmen. Die sehr beliebte „Urlaubssitte”, gigantische Sandburgen
zu errichten und gegen fremdes Betreten zu verteidigen, wird auch nicht gerade gerne gesehen.
Wie in den anderen skandinavischen Ländern hat das kalte und/oder warme Büffet
auch in Dänemark eine lange Tradition. Die Unsitte, sich Riesenmengen von allem
Möglichen auf einen Teller zu packen, ist nicht Sinn der Sache und wird nicht gern
gesehen. In der Regel bedient man sich mehrmals (so oft man will) mit „normalen“
Portionen und nimmt dabei jedes Mal einen frischen Teller. Die übliche Reihenfolge
der Speisen ist von kalt zu warm, von Fisch zu Fleisch.