In der Gotik erfolgte die Übernahme des von Frankreich beeinflussten
norddeutschen Backsteinbaus, z. B. der Dom in Arhus oder St. Knud in Odense. Plastik
errang dagegen erst in der Spätgotik unter Lübecker Einfluss Bedeutung
(Schnitzaltäre). In der Renaissance waren Deutsche und Niederländer tätig (Stenhus
in Alborg, Börse in Kopenhagen), im Barock seit Ende des 17. Jahrhunderts Franzosen
und Deutsche; in dieser Zeit entstanden große Schlossanlagen (Kristianborg und
Amalienborg) in Kopenhagen .
Erst mit dem Klassizismus Ende des 18. Jahrhunderts begann eine eigenständige
dänische Kunst und Architektur. An der Wende zum 20. Jahrhundert verzeichnete man
einen Rückgriff auf nationale Traditionen; Beispiele hierfür sind die kirchlichen Monumentalmalereien von J. Skovgaard
oder die Grundtvig-Kirche von P. von Jensen-Klint in Kopenhagen . In der Gegenwart
beobachtet man ein einflussreiches Kunsthandwerk (Möbel, Metallarbeiten) sowie
beispielhafte Wohnbauten.
Dänische Film
In der Epoche des Stummfilms war Dänemarks Filmproduktion nach Deutschland und
Frankreich bedeutend in Europa. Seit dem Aufkommen des Tonfilms verzeichnete die
gesamte europäische Filmproduktion einen starken Rückgang. Bekannte dänische
Regisseure neuerer Zeit sind Bille August, Lasse Spang Olsen und Erik Balling (er
produzierte die 'Olsenbande').
Abgesehen von Kinderfilmen werden ausländische Filme in Dänemark nicht synchronisiert, sondern mit Untertiteln ausgestrahlt.